Giuseppe Dezza (TA35)
Die Giuseppe Dezza wurde am 1. Jänner 1916 als Zerstörer der italienischen Marine unter dem Namen "Pilade Bronzetti" als eines der 8 Schiffe der Rosolino Pilo Klasse fertiggestellt. Nach dem 1. Weltkrieg wurde sie in Giuseppe Dezza umbenannt, nachdem die Besatzung an der nicht sanktionierten italienischen Besetzung von Fiume (heute Riejka) teilgenommen hatte und man damit die Schande der Rebellion tilgen wollte.
Im Zuge des italienischen Seitenwechsel im 2. Weltkrieg wirde die Giuseppe Dezza im Hafen von Fiume selbst versenkt. Das Wrack wurde aus dem seichten Hafenwasser gborgen, umgebaut, neu bewaffnet und von der deutschen Marine als TA35 (Torpedoboot Ausland) am 9. Juni 1944 in Dienst gestellt. Gemeinsam mit dem Schwesterschiff TA21 (Giuseppe Missori) diente es in der 2. Geleit-Flotille (FKpt. Birnbaum) unter dem Kommandanten Oblt.z.S. Keck. Stützpunkt war der ehemalige k.u.k. Zentralkriegshafen Pola (Pula).
Nach mehreren Geleitfahrten und Mienenunternehmen wurde die TA35 am 17. August 1944 zwischen Rovinj und Pula Opfer einer Mienenexplosion. Über Opfer der Versenkung ist nichts bekannt. Das Torpedoboot wurde so stark beschädigt, daß es in der Mitte auseinander brach.
Bewaffnet war die Giuseppe Dezza ursprünglich mit 2 Stück 10,2 cm Geschützen und insgesamt 13 (2 x 4 und 5 x 1) 2 cm FLAK. Nach dem Umbau waren neben den 2 Stück 10,2 cm Geschützen noch eine 3,7 cm doppel FLAK , ein 2 cm FLAK Vierling, eine 2 cm einzel FLAK, sowie 2 Stück 8,6 cm Raketen Abwehr Geräte und 2 45 cm Torpedorohre vorhanden.
Heute liegt das Wrack der Giuseppe Dezza in zweit Teile zerbrochen in einer Tiefe von 35 Meter. Meistens wird der hintere Teil betaucht. Hier sind noch sehr gut die beiden Schraubenschutzbügel, die 10,2 cm Kanone (hier ist auch die Bojenleine befestigt) sowie die doppel und die vierlings- FLAK erkennbar. Die beiden Teile ligen ca. 80 Meter voneinander entfernt und können aufgrund der großen Tiefe nicht gemeinsam betaucht werden.
TA35 nach Umbau
| Bauwerft | N.Odero&Co Sestri Ponente |
| Stapellauf | 26. Oktober 1915 |
| Länge | 73 m |
| Breite | 7,34 m |
| Maschinenleistung | 15.500 WPS |
| Besatzung | 95 Mann |
| Einsatzverdrängung | 900 ts |
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